Bertold Brecht: Das Leben des Galilei (1948)

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Gliederung:

  1. Inhalt
  2. Personen
  3. Bertolt Brecht
  4. Epoche
  5. Fragen/Antworten
  6. Quellen
























1.Inhalt:


Das Stück "Leben des Galilei" von Bertolt Brecht zieht sich über einen Zeitraum von 28 Jahren im 17.Jahrhundert und spielt in Italien.
Der Physiker Galileo Galilei verbessert Fernrohr das in Holland konstruiert wurde. Dieses Fernrohr gibt es als seine eigene Erfindung aus und erhält dafür von der Stadt Padua mit 500 Scudi pro Monat. Mit Hilfe dieses Teleskops belegt er das heliozentrische kopernikanische Weltbild und widerlegt das alte geozentrischen ptolemäischen Weltbilde, in dem die Erde im Mittelpunkt des Universums sei.
Dies ist der Grund warum es zum Konflikt mit der katholischen Kirche kam, die ihm die Verbreitung seiner „ketzerischen“ Lehren untersagt, denn das Widerlegen des alten Weltbilds löst bei den Mächtigen in Kirche und Politik die Besorgnis aus, dass damit möglicherweise auch ein gesellschaftlicher Umsturz eingeleitet werden könne. Galilei wird schließlich verhaftet und es wird von ihm verlangt, seine neue Lehre zu widerrufen. Dies tut er auch, nach Androhung von Folter durch die Inquisition was seine Freunde und Mitarbeiter sehr verwundert. weil er durch seiner lange Beobachtung der Sonne fast völlig erblind war,zieht sich Galilei in den folgenden Jahren in ein Landhaus zurück, das er nicht mehr verlassen darf, da es von der Kirche streng bewacht wird. Als ihn sein ehemaliger Schüler Andrea Sarti besuchen kommt, erzählt ihm Galilei, dass er ein Exemplar seiner verbotenen Schrift, die Discorsi, aus dem Lande schmuggeln lassen wolle, aber keine Verantwortung dafür übernehmen wolle. Andrea ist darüber hoch erfreut, erklärt sich bereit, die Papiere über die Grenze zu schaffen und vermutet hinter Galileis Absicht den Plan, seine alten Studien erneut aufgreifen zu wollen. Doch Galilei muss ihn enttäuschen: Er bezichtigt, da er seine Lehre aus Angst vor körperlichem Schmerz widerrufen habe, sich selbst des Verrats an der Wissenschaft.

2.Personen:


  • Galileo Galilei
  • Andrea Sarti, Galileis Schüler seit erster Stunde
  • Frau Sarti, Mutter von Andrea
  • Ludovico Marsili, Schüler Galileis und Verlobter Virginias
  • Virginia, Tochter von Galilei, Verlobte von Ludovico
  • Sagredo, Freund von Galilei
  • Federzoni, Der ungebildete Linsenschleifer, der Galilei bei seinen Forschungen hilft
  • Der kleine Mönch, Mönch der sich zu den Wissenschaften hinreissen lässt
  • Barberini, Kardinal und Mathematiker der zum Papst ernannt wird
  • Bellarmin, Freund von Barberini auch Kardinal
  • Inquisitor, ein Kardinal
  • Herr Priuli, Kurator der Universität in Padua
  • Clavius, Höchster Astronom des Vatikans
  • Cosmo de Medici, Widersacher Andreas zu Kindeszeiten, Großherzog von Toscana

3.Bertolt Brecht:


Bertolt Brecht (geb. Eugen Berthold Friedrich Brecht) ist am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren, er war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker de 20. Jahrhunderts. Brecht wird vor allem mit dem epischen Theater verbunden. Bis 1908 besuchte er zuerst die Volksschule und ab 1917 das Peutinger-Realgymnasium in Augsburg. Wegen des ersten Weltkrieges schloss Brecht seine schulische Laufbahn mit dem Notabitur ab und war ein Jahr als Sanitäter im Krieg aktiv. Sein Studium mit den Fächern , Medizin und Literatur musste er beenden, weil der Dienst als Sanitäter ein zeitgleiches Studium nicht zuließ.
1920 starb seine Mutter, zu der er ein gutes Verhältnis pflegte. Um die Jahre 1921-1923 reiste er oft nach Berlin, um dort Beziehungen zu anderen Theaterleuten und Schriftstellern zu knüpfen. 1924 zog er ganz nach Berlin, dass zu dieser Zeit als Zentrum für viele Literaten galt.
Bis Ende der 1920er wurde Brecht dann zum überzeugten Kommunisten und baute seine politischen Ziele mit in seine Werke ein.
Als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde die Aufführung von "Die Maßnahme" von der Polizei unterbrochen und die Veranstalter wegen Hochverrats angeklagt. Kurz vor der Bücherverbrennung flüchtete er am 28. Februar nach Dänemark, wo er die nächsten fünf Jahre blieb. 1935 wurde ihm die deutschte Staatsbürgerschaft aberkannt.
Am 22. Oktober 1948 kehrte Brecht aus der Schweiz nach Deutschland zurück und besaß zu diesem Zeitpunkt einen tschechoslowakischen Pass angenommen.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Brecht in Ost-Berlin, bis er am 14. August 1956 an den folgen eines Herzinfarktes starb.


4.Epoche:


Das Werk "Leben des Galilei" von Bertolt Brecht gehört zur Literaturepoche der Exilliteratur (1933-1945).
Das Wort Exil leitet sich vom lateinischen exilium = Verbannung ab. Die Exilliteratur wird auch als Emigrantenliteratur bezeichnet. Darunter fasst man sämtliche Werke, die meist durch politische Verfolgung im Exil entstanden sind.
Zum historischen Hintergrund kann man sagen, dass mit der am 10.5.1933 stattfandenen großen Bücherverbrennung unter dem Motto "Wider den undeutschen Geist" , bei der Werke von über 250 Autoren vernichtet worden, die erste große Auswanderungswelle begann. Zur Literatur des Exils gehörte unter anderem das epische Theater, welches von Berholt Brecht geschaffen wurde.
Das Epische Theater ist eine Theaterform, die den Zuschauer nicht in eine Illusion einhüllt, sondern versucht diese durch bestimmte Verfremdungseffekte zu brechen.
Einige bekannte Vertreter der Exilliteratur sind zum Beispiel: Bertolt Brecht, Thomas Mann oder Erich Maria Remarque.

5.Fragen/Antworten:







6.Quellen:


http://www.literaturwelt.com/epochen/exil.html#

http://www.cdrnet.net/kb/data/de_brecht.asp

http://www.frustfrei-lernen.de/deutsch/das-leben-des-galilei-von-bertolt-brecht-uebersicht.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Leben_des_Galilei